Wohnwagen winterfest machen

Den Wohnwagen winterfest machen – aber wie?

Der Sommerurlaub neigt sich für die meisten dem Ende zu! Die Schule hat wieder begonnen und viele kehren mit und mit aus ihrem Urlaub heim. Zu Hause erwarten den Urlauber nicht nur Nieselregen und kalte Temperaturen, sondern auch eine fachgerechte Reinigung des Urlaubmobils (ob Wohnwagen oder Wohnmobil). Schließlich soll das weiße, rollende Heim nächsten Sommer wieder fit und reisetauglich sein.

Damit Sie Ihr Urlaubsmobil in den wohlverdienten Winterschlaf schicken können, haben wir 6 Tipps für Sie zusammengestellt.

Wohnmobil Winterfest machen

1.

Restwasser abfließen lassen

Im Winter ist in Deutschland so gut wie überall mit Frost zu rechnen. Deswegen sollten Sie Wasser und andere Flüssigkeiten im Wohnwagen/Wohnmobil abfließen lassen und ebenso den Frischwassertank leeren, reinigen und desinfizieren. Sonst ist es möglich, dass zum Beispiel Restwasser im Wasserhahn und im Schlauch gefriert. Das gefrorene Wasser sorgt dann dafür, dass der Wasserhahn, die Schlauchverbindungen und Winkel sowie die Pumpen undicht werden und Wasser beim nächsten Gebrauch überall herausläuft, nur nicht dort, wo es sollte.

Sobald das Restwasser abgelassen wurde, sollten die Wasserhähne und die Ablassventile geöffnet werden und den Winter über geöffnet bleiben, denn auch so verhindern Sie Frostschäden. Dabei darf die Pumpe nicht mehr laufen und muss über den Winterschlaf auch abgeschaltet bleiben. Die bestmögliche Entleerung der Wassertanks erreichen Sie, wenn der Wagen in die Richtung der Ablassventile geneigt wird. Beachten Sie hierzu auch, dass einige Tanks vorne oder auch zum Teil hinten angeschlossen sind. Ist der Wagen dann in der falschen Richtung geneigt, kann auch nicht alles aus dem Tank abfließen. Wenn der Frischwassertank durch eine Serviceklappe zugänglich gemacht ist, so empfiehlt es sich mit einem weichen sauberen Tuch den Tank auszuwischen und völlig zu trocknen. In feuchter Umgebung fühlen sich Bakterien pudelwohl. Im Zubehörhandel erhalten Sie auch das passende Reinigungsmittel mit desinfizierender Wirkung. So erwartet Sie in der nächsten Saison kein übelriechender Frischwassertank.

2.

Gashähne schließen

Während Wasserhähne geöffnet bleiben sollen, müssen Sie die Gashähne fest verschließen und die Gasschläuche und Druckminderer von der Gasflasche trennen. Das Ablassen des Gasdrucks entlastet alle Ventile & Druckschläuche. Denken Sie daran, dass dann bei Wiederinbetriebnahme erstmal die Luft aus der Leitung entweichen muss bevor Gas verbrannt werden kann. Das kann unter Umständen mehrere Zündversuche der Heizung oder des Kühlschranks mit sich bringen.

3.

Batterie entfernen

Bauen Sie die Batterie aus. Doch bevor Sie dies tun, sollte die Batterie nochmal vollkommen aufgeladen werden. Und während Ihr Reisemobil schlummert, sollte die Batterie regelmäßig aufgeladen und vor allem frostfrei und trocken gelagert werden. Im Idealfall besitzt Ihr Ladegerät die Schaltstufe „Erhaltungsladung“. Sollte der Ausbau nicht möglich sein, so empfiehlt es sich die Batterie komplett aufzuladen und die Batterieklemmen zu demontieren. Eine Markierung verhindert eine Verpolung wenn Sie die Batterie wieder anschließen.

4.

Reinigung

Nicht zu vergessen ist, dass Sie das Fahrzeug vor dem Winterschlaf gründlich von innen und von außen reinigen sollten. Wenn Sie Ihr Wohnmobil von außen mit einem Hochdruckstrahl reinigen, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Reifen und Acrylglasfenster keinem direkten Hochdruckstrahl ausgesetzt sind. Auch sollten Sie keinesfalls direkt auf Türdichtungen und Fensterspalte zielen. Hier könnte sich neben der mechanischen Beschädigung auch noch Wasser sammeln. In Kombination mit drohendem Frost führt das schnell zu teuren Schäden. Vergessen Sie darüber hinaus nicht, den Fäkalientank Ihrer Campingtoilette zu leeren und zu reinigen. In unserem Fritz Berger Shop für Campingzubehör finden Sie hierfür die passenden Chemieprodukte.

5.

Reisemobil aufbocken

Wenn möglich, bocken Sie Ihr Reisemobil auf – so werden die Räder entlastet. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht haben, so erhöhen Sie den Reifendruck und Kurbeln die Stützen herunter. Wichtig ist, dass die Handbremse nicht angezogen ist. Viel besser ist es, mit speziellen Rundkeilen unerwünschte Bewegungen zu verhindern und den Reifen über einen Großteil der Lauffläche zu belasten.

6.

Lüftung

Achten Sie darauf, dass alle Zwangsbelüftungen nicht bedeckt werden und für eine Luftzirkulation durch die vorgesehenen Belüftungsöffnungen im Innenraum gesorgt ist. Im Idealfall lüften Sie Ihr Reisemobil alle vier Wochen für eine Stunde gut durch. Für eine angenehme Luft sorgt zudem eine Wasserschüssel mit Salz, die im Innenraum aufgestellt wird und die Feuchtigkeit bindet.

Mit diesen Tipps steht einem ausgiebigem Winterschlaf Ihres Wohnmobils sowie Wohnwagens nichts mehr im Wege und Sie können sich auf den nächsten Sommerurlaub freuen.

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Kommentare

Thermen mit Wohnmobilstellplatz: Infos zu Thermencamping 15. Februar 2018 um 12:09

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