Camping in Skandinavien – das Naturparadies im Norden

Der Norden Europas ist für viele Menschen ein wahres Traumziel – gerade auch für Campingurlauber. Denn in Skandinavien lassen sich atemberaubende Landschaften mit lebendigen Städten in einem Trip problemlos verbinden. Egal, ob Sie in Schweden die unberührte Natur erkunden möchten, in Norwegen unter Polarlichtern einschlafen wollen oder einen Urlaub mit der Familie nach Dänemark planen: In diesem Beitrag erfahren Sie Wissenswertes zum Camping in Skandinavien.

Skandinavien: Schweden, Norwegen, Finnland, Island und Dänemark?

Zu Skandinavien als Teil Nordeuropas, welches bei den Deutschen übrigens zu einem der beliebtesten Reiseziele gehört, werden je nach Definition und Sichtweise unterschiedliche Länder gezählt. Schweden und Norwegen zählen auf jeden Fall dazu, da sie auf der skandinavischen Halbinsel liegen. Abgesehen von Geographie und Geologie werden die Länder Finnland, Island und teils auch Dänemark aufgrund der Kultur- und Geschichtsnähe meist als Teil von Skandinavien angesehen.

Eins steht jedenfalls fest: Mit seinen zahlreichen Übernachtungsmöglichkeiten und der großen Variation an Naturkulissen ist es für jeden begeisterten Camper eine Überlegung wert, einmal in den hohen Norden zu verreisen. Allein auf Schweden, Dänemark, Norwegen und Finnland verteilen sich etwa 1500 offizielle Campingplätze – plus eine Menge nicht registrierte Plätze sowie die Möglichkeit des Freicampens.

Das Jedermannsrecht – ganz frei die Natur erleben

Wer sich mit einer Reise nach Skandinavien beschäftigt, wird früher oder später auf den Begriff des Jedermannsrecht stoßen. Dieses Gesetz wurde in den 50er-Jahren festgelegt und hat seine Wurzeln teilweise im Mittelalter. Es ist ein großer Teil des Kulturerbes, das das freie Erleben der Natur ermöglichen soll. In Schweden (allemansrätten), in Finnland (jokamiehenoikeus) und in Norwegen (allemannsretten) existiert dieses Recht jeweils in leicht abgewandelter Form, welches das Freicampen erlaubt – Dänemark ist hier eine Ausnahme. Solange keine Schäden hinterlassen werden und es sich nicht um eine bewirtschaftete Fläche oder ein Privatgrundstück handelt, können Sie daher nahezu überall Ihr Quartier aufschlagen – ob mit Zelt, Wohnmobil oder auch unter freiem Himmel.

Tipp: Wie Sie diese Freiheit auch in Deutschland beim Campen spüren und naturnahe Stellplätze finden, erfahren Sie in diesem Beitrag über das Wildcampen in Deutschland mit dem Wohnmobil.

Wohnmobil macht unabhängig beim Skandinavien-Urlaub

Wer einen unvergesslichen Natururlaub erleben möchte, hat in Skandinavien dafür seine Chance. Natürlich sollten Sie planen, auf welche Weise Sie die Region erkunden. Die Kosten auf den Campingplätzen für einen Übernachtungsplatz sind in der Regel die gleichen, unabhängig davon, ob Sie zelten oder Ihr Wohnmobil abstellen.

Ein Wohnmobil zu mieten oder zu kaufen ist für einen Trip nach Skandinavien in der Anschaffung verständlicherweise teurer, dafür lohnt es sich, den hohen Norden mobil zu erkunden. Denn die naturnahen Plätze liegen meist abseits von Bus- oder Bahnstrecken und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen – ein Mietwagen oder ein Wohnmobil machen hier deutlich flexibler. Gleichzeitig können Sie ganz unabhängig Tagesausflüge in die Stadtmetropolen Skandinaviens unternehmen.

Empfehlung: Dänemark für Familien und der hohe Norden für Naturbegeisterte

Sie wissen noch nicht genau, in welches Land Skandinaviens es gehen soll? Kein Problem. Grundsätzlich bietet Dänemark für Camper im Verhältnis zur Fläche das umfangreichste Angebot. Die vielen Campingplätze mit den für sie typischen großen, aufblasbaren Hüpfkissen sowie die weitere Ausstattung, wie etwa Aufenthalts- und Babywickelräume, runden das Verpflegungs- und Unterhaltungsangebot gerade für Familien ideal ab.

Für Schweden, Norwegen und Finnland gilt der Grundsatz, dass je weiter die Reise in den Norden geht, desto mehr sind die Campingplätze auf das Naturerlebnis ausgerichtet. Wer auf umfangreiche Bespaßung verzichten kann und den Urlaub lieber in Ruhe in der Natur verbringen will, kommt daher auf einem Campingplatz im hohen Norden auf seine Kosten.

Welche Zeitperiode empfiehlt sich für nicht überfüllte Campingplätze?

Da die skandinavischen Länder zu den sehr beliebten Campingländern gehören, empfiehlt es sich falls möglich, fern von der Ferienzeit zu verreisen und bekannte Reiserouten zu meiden. Zudem sind die Stellplätze Norwegens und Schwedens im Hauptferienmonat Juli stark von einheimischen Touristen besucht, da gern im eigenen Land gecampt wird.

Wer sich dennoch für Campingplätze entlang der Hauptrouten entscheidet, sollte stets frühzeitig reservieren. Für deutsche Urlauber ist es ratsam, sich im August auf die Reise zu machen, da es dann immer noch warm ist und ein Großteil der Bewohner bereits wieder zurückgekehrt ist.

Mit welchen Kosten ist beim Campen in Skandinavien zu rechnen?

Dass die Lebenshaltungskosten in Skandinavien hoch sind, wird keinen überraschen. Die Preise für eine durchschnittliche Übernachtung auf einem Campingplatz fallen mit rund 20 oder 30 Euro pro Stell- oder Zeltplatz jedoch vergleichsweise gering aus – Schweden gehört hier preislich zu den günstigsten im europäischen Vergleich. Norwegen liegt etwa gleichauf, Dänemark und Finnland fallen ein klein wenig teurer aus.

Um die hohen Lebenshaltungskosten in Schweden und Norwegen abzumildern, lohnt es sich vor dem Urlaub viele Vorräte mit im Wohnmobil einzupacken. In diesem Beitrag können Sie einige Tipps erhalten, wie Sie den Caravan beladen und Gewicht sparen.

Drei Highlights in Norwegen

Unter den vielzähligen Stellmöglichkeiten für Ihr Wohnmobil in Skandinavien gibt es viele Geheimtipps für einen unvergesslichen Urlaub. Hier drei ausgewählte Highlights allein in Norwegen:

  1. Der Wohnmobilstellplatz Slettnes fyr in Gamvik: Ein exklusiver Campingplatz am nördlichen Ende des europäischen Festlands Norwegens. Wenn Sie einen der 17 Stellplätze ergattern konnten, erwartet Sie der freie Blick auf den Sandstrand sowie die Rentiere, die in der Ferne über die Steppe ziehen. Zudem können Sie am Café im Leuchtturm leckere, frisch gebackene Waffeln genießen.
  2. Der Campingplatz Tromsø Lodge & Camping: In der schönen Stadt Tromsdalen in Norwegen können Sie beim Campen ideal die ländliche Umgebung mit einem aktiven Stadtleben in der Nähe vereinen. Wenn Sie hier buchen, lassen sich zudem gerade in den Wintermonaten bei wenig Lichtbelastung die fantastischen Polarlichter in Person erleben.
  3. PlusCamp Saltstraumen Camping: Hinter dem stärksten Gezeitenstrom der Welt, dem Maelstrom, kann auf dem ganzjährig geöffneten Campingplatz das eigene Lager aufgeschlagen werden. Auf das weitläufige Gelände verteilen sich Stellplätze inklusive gepflegter Sanitär- und Kocheinrichtungen. Wer seinen frisch gefangenen Fisch selbst ausnimmt, findet hier einen separaten Bereich dafür.

Hoffentlich konnten wir Ihnen mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick in das Camping in Skandinavien zeigen. Natürlich gibt es hier noch viel mehr zu entdecken – nicht umsonst spricht man von Camperparadies Skandinavien. Sie wollen als Winterflüchtling doch lieber in den Süden verreisen? Kein Problem. Wir versorgen Sie mit mehr Informationen zum  Campen unter Palmen.


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